Barilla und das Haushaltsgerät der Zukunft: Pasta aus dem 3D Drucker

Barilla und das Haushaltsgerät der Zukunft: Pasta aus dem 3D Drucker
19.05.2015 Dr. Nikola Bachfischer

Future Food District der Expo 2015 in Mailand: Hier zeigt der italienische Lebensmittelhersteller Barilla einen 3D Nudeldrucker, der die Herstellung von Lebensmitteln schon bald revolutionieren könnte.

Wie das IT-Magazin Geek.com bereits im Januar 2014 berichtete, forscht die italienische Unternehmensgruppe Barilla zusammen mit der Technischen Universität Eindhoven seit 2 Jahren an einem Pasta-Drucker. Was wie Science Fiction klingt begeistert derzeit die Expo Besucher. Die Geräte sollen v.a. in Restaurants zum Einsatz kommen und die Produktpalette von Barilla von aktuell mehr als 30 Pastasorten ergänzen. Ziel ist es, in zwei Minuten zwischen 15 und 20 verschiedene Pastagerichte auszudrucken. Ähnlich der Nespresso Kapseln befindet sich die Teigmischung in Kapseln. Die individuelle Mischung kann dann über einen USB Stick und den Drucker bestimmt werden. Auch das Geschäftsmodell ist vergleichbar – so soll der eigentliche Pastadrucker relativ günstig verkauft werden, während der Umsatz über den Verkauf der Kapseln erfolgen soll.

Printed Food
Welche Formen gedruckt werden sollen, darüber entschied ein Wettbewerb. Diesen führte das italienische StartUp Thingarage im Auftrag Barillas vergangenes Jahr durch. Blühende Rosen, ein Mond mit Kratern und ein Weihnachtsbaum waren die Gewinner. Doch nicht nur Barilla arbeitet am Haushaltsgerät der Zukunft, auch Food Start-Ups entwickeln ‚gedrucktes Essen‘. Ein Beispiel ist der eigens für Lebensmittel konzipierte Drucker von Natural Machines. Foodini druckt Pizza, Pasta, Kekse oder ganze Burger. Auch hier füllt der Nutzer lediglich die vorhandenen Kartuschen mit den entsprechenden Zutaten – das Kochen übernimmt im Anschluss der Drucker. Zwar scheiterte 2014 eine Kickstarter Finanzierung, das Start-Up aber arbeitet weiter an einem Prototypen.

Foodini‚Printed Food‘ by Natural Machines

Fazit: Barilla ist der erste große Nahrungshersteller, der in Richtung 3D-Druck vorprescht. Dabei hat die Digitalisierung die Lebensmittelbranche längst erreicht: The Internet of Food. High Tech Food. Tech Food Start-Ups. Eine Menge Buzzwords, die aktuell die Diskussion bestimmen. Noch sind 3D Drucker als Hausgeräte aber wenig mehr als eine Idee für die Zukunft, doch zunehmend werden vernetzte Geräte und Drucker die Art und Weise unseres Umgangs mit Lebensmitteln auch zu Hause verändern.

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