Collaborative Economy Honeycomb 2.0: 2015 wird das Jahr der Crowd und Share Economy

Collaborative Economy Honeycomb 2.0: 2015 wird das Jahr der Crowd und Share Economy
11.12.2014 Rainer Wiedmann

2015 wird das Jahr der Crowd – so lautete das Statement von Jeremiah Owyang, CEO CrowdCompanies, auf der aktuell stattfindenden LeWeb 2014 in Paris. In einer interessanten Präsentation unterlegte er einen der Megatrends unserer Zeit, die Sharing Economy, mit eindrucksvollen Zahlen.

Die Share Economy, ein Begriff, ursprünglich schon 1984 geprägt von Harvard-Ökonom Martin L. Weitzman, verändert die Wirtschaft. Menschen wollen Dinge nicht mehr besitzen, sondern teilen diese und wollen selbst Zugang zu Produkten und Dienstleistungen. Ganz neu ist die Idee also nicht mehr, entwickelt aber durch die Digitalisierung gerade eine enorme Dynamik. Start-Ups wie Uber, AirBnB oder Taskrabbit sind Pioniere dieses Trends. Dabei umfasst der etwas vage Begriff quasi als Klammer eine Vielzahl völlig neuer Konsumformen, die technologiegetrieben den gemeinschaftlichen Zugriff auf Ressourcen ermöglichen. Laut Owyang sind mittlerweile bereits rund acht Mrd. USD in Unternehmen der Share Economy geflossen, während Social Media Unternehmen wie Facebook und Twitter auf bisher 5,4 Mrd USD kommen.

Die erste Version im Mai hatte 6, nun sind es 12 Industrien
Wie schnell die Sharing Economy wächst und welche Bereiche sie bereits erfasst hat, veranschaulicht Owyang mit einer stimmigen Analogie. In einer Honeycomb, einer Bienenwabe, die von vielen gemeinsam geschaffen wird, stellt er die einzelnen Bereiche mit ihren jeweiligen disruptiven Konzepten dar. Im Mai präsentierte er die Honeycomb 1.0 und kennzeichnete sechs Waben – Transportation, Space, Money, Goods, Food und Services. Die aktuelle Honeycomb 2.0 wurde erweitert auf 12 Bereiche. Hinzugekommen sind: Health&Wellness, Logistics, Corporate, Utilities, Municipal und Learning. Weniger Logos in den einzelnen Waben deuten dabei auf einen jungen Markt, wohingegen in den zentraleren Bereichen mit schon fortgeschritteneren Märkten etliche Logos entfernt wurden. Owyang rechnet damit, dass in naher Zukunft noch einige Bereiche wie etwa Finance&Insurance hinzukommen werden.

Collaborative Economy V2 2014
Ein Milliardengeschäft, das rasant größer wird

Quelle: Honeycomb 2.0 by Jeremiah Omyang, 2014

Fazit: Sharing ist kein Nischenphänomen, keine temporäre Erscheinung. Es verändert vielmehr gesellschaftliche Strukturen. Die rasant wachsende Zahl an Start-Ups, die auf dem Share Economy Prinzip beruhen und die Owyang in seiner Honeycomb sehr strukturiert abbildet, belegt die zunehmende Relevanz. Auch die hitzigen Diskussionen rund um neue Geschäftsmodelle wie Uber oder AirBnB zeigen, dass bereits jetzt bestehende Strukturen durcheinandergewirbelt und etablierte Geschäftsmodelle gefährdet werden. Und das in den unterschiedlichsten Branchen. Wie also können etablierte Player von diesen neuen Konsumparadigmen profitieren? Können sie in bestehende Wertschöpfungsketten integriert werden oder braucht es dazu vollkommen neue Herangehensweisen? Wir von iq! würden uns freuen, Sie bei der Beantwortung dieser Fragen zu unterstützen.

 

 

Hier die gesamte Präsentation von Jeremiah Omyang auf der LeWeb 2014:

Impulsvortrag und Roundtable gibt es auch auf Youtube – allerdings müsste man sich da schon über eine Stunde Zeit nehmen.

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