Mobiliar der Zukunft: Stühle aus dem 3D Drucker

Mobiliar der Zukunft: Stühle aus dem 3D Drucker
19.08.2015 Rainer Wiedmann

Möbel nach eigenen Wünschen Vorstellungen zu drucken gehört nun nicht weiter der Zukunft an: Seit ein paar Wochen ermöglicht der aus einem Roboterarm umfunktionierte 3D Drucker „Galatéa“ den Druck eigens kreierter Möbelstücke oder auch Wohnaccessoires.

Das französische Startup Drawn baute einen ausrangierten Industrieroboter dergestalt um, dass aus einem Roboterarm ein beachtlicher und flexibler 3D Drucker wurde. Galatéa bietet die Möglichkeit, jegliche Möbelformen zu drucken, wobei der Kreativität kaum Grenzen gesetzt sind. Ebenso stehen diverse Farben für die Individualisierung bereit, was die Personalisierung weiter vertieft.

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Image by drawn

Alle von Galatéa produzierten 3D Objekte wie z.B. Vasen, Parkbänke, Tische und Weinregale werden ausschließlich aus recylclebarem, flüssigem Kunststoff gedruckt. Dies ermöglicht es, ausrangierte Objekte für die nächste Produktion wieder zu verwenden und sie zu einem anderen Gegenstand weiter zu verarbeiten. Bei der Produktion wird der Roboterarm durch einen Computer gesteuert. Der flüssige Kunststoff wird je nach Entwurf schichtweise aufgetragen und erreicht so einen Umfang von bis zu 2m Länge und 1,20m Höhe. Einfache Möbelstücke wie etwa ein Stuhl können so innerhalb von zwei Stunden produziert werden. Die Zielgruppe von Galatéa beläuft sich vorwiegend auf Restaurants, Bars und Unternehmen, da 3D Drucken zu einem einzigartigen Event werden und die Veranstaltungen durch uniques Mobiliar gestärkt werden soll.


Fazit

3D Drucker gewinnen stetig an Leistungsfähigkeit, wodurch immer größere und stabilere Objekte möglich sind. Aber was genau wird in Zukunft mit einem 3D Drucker möglich sein? In 2017 soll in Amsterdam mit dem Bau einer Brücke begonnen werden, das Faszinierende daran: Sie soll ausschließlich von 3D Druckern errichtet werden. Das niederländische Startup MX3D plant eine Fußgängerbrücke oberhalb eines Flusses, welche aus harten Materialien wie etwa Stahl und Kunststoff gedruckt werden soll. Um dieses Projekt drucken zu können, kommunizieren die eingesetzten Roboter über eine Software, die einzelne Schritte überwacht und selbstständig steuert.

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Image by MX3D

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