5 Thesen zum Stand der Digitalisierung in Deutschland 2017

5 Thesen zum Stand der Digitalisierung in Deutschland 2017
11.01.2017 Rainer Wiedmann
digitalisierung

rw_thesen_klDigitalisierung erst am Anfang. Bisher hat das Internet für uns Konsumenten nur die Dienstleistungs-Industrien verändert:
verändert, wie wir kommunizieren, buchen, bestellen, uns verlieben – gefühlt 10% unserer Ausgaben. Wohnung, Kleidung, Medizin, Auto blieben in großen Teilen so, wie sie schon immer waren. Mit SmartHome, Wearables, eHealth, ConnectedCAR
ändert sich das gerade rasant – und nicht umsonst sind diese Begriffe amerikanisch und die Leitmesse die CES.
Und die wertvollsten Unternehmen nicht mehr Exxon & Shell, sondern Apple, Google, Microsoft – weil Daten das Öl unserer Zeit sind.

Software-Services differenzieren Hardware-Produkte. Produkte werden „connected“ – und damit völlig neue Services möglich: fremde Autos mieten, eigene Heizung steuern, Gesundheitsprobleme der Großeltern erkennen. Es ergeben sich neue Geschäftsfelder an der Schnittstelle zwischen physischem Produkt und digitalem Service – gewinnen wird der Kunde und mit ihm der, der ihn am besten versteht.

Prototyping statt Marktforschung. Software wird agil entwickelt und permanent nachgebessert – diese Geschwindigkeit müssen die klassischen Produzenten erst erlernen: Mit Prototyping können neue Produkt-Service-Angebote schnell realisiert, mit Anwendern verprobt und in Null-Serien getestet werden – noch bevor sie die strengen Qualititätsnormen bestehen müssen.

Zero to One. Die Kunst besteht dabei darin, wirklich neues nützliches zu erfinden – dessen Skalierung ist weniger das Problem. Deshalb gilt es, Innovationen zu fördern. Extern wie intern. Make wie Buy. Gerade darin sind übrigens Apple, Google, Micosoft gut: in der Akquisition und vorallem Integration von zugekauften Innovationen (YouTube, Google Maps, Android, Nest, …). Aber auch zum Beispiel Axel Springer.

Chefsache statt Chief Digital Officer. Die Herausforderungen der Digitalisierung, die noch vor uns liegt, sind grösser als die, die wir bereits bewältigt haben. Vorallem für die deutschen Hardware-Hersteller – ihre Software-Wettbewerber sind kapitalstark und oft näher an den Innovations-Hubs dieser Welt: SiliconValley, TelAviv, Bangalore, Hangzhou & Shenzen. Deshalb kann man die Digitalisierung nicht deligieren – sie ist Chefsache, mehr denn je.


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