Allianz, Panasonic und Samsung forcieren Smart Home Lösungen

Allianz, Panasonic und Samsung forcieren Smart Home Lösungen
07.09.2015 Dr. Nikola Bachfischer

Die Digitalisierung des Wohnraums ist einer d e r Megatrends. Google, Apple, Telefon- und Energiewirtschaft – zahlreiche Unternehmen arbeiten an Smart Home Lösungen und der Etablierung von Standards. Zwei weitere interessante Projekte wurden vergangene Woche vorgestellt.

Panasonic Smart Home & Allianz Assist Service |
Verknüpfung smarter Hardware-Lösungen mit Assistance-Dienstleistungen

Die Allianz Worldwide Partners (AWP) und der Elektronikhersteller Panasonic kooperieren künftig im Bereich Smart Home. Der neue Service ‚Mein Sicherheitsplus‚ wird zunächst in Deutschland ab Herbst 2015 verfügbar sein. Er verbindet das Überwachungs- und Kontrollsystem von Panasonic mit den Schutzleistungen für Wohnung und Haus von Allianz Global Assistance (AGA), einer auf Servicedienstleistungen spezialisierten Tochter von Allianz Worldwide Partners.

Allianz Panasonic Smart Home

Smart Home+Allianz Assist: Sicherheitspaket für den Kampfpreis von 50€
Quelle Screenshot: Panasonic, Allianz Assist

Das Hardware System von Panasonic besteht aus einer Reihe intelligenter Sensoren für Fenstern und Türen, für Wasserschaden und Glasbruch sowie einer Sirene für den Innenraum. Diese verbinden sich über den Ultra Low Energy (ULE) – Standard mit einem zentralen Hub im Haus. Dieser Hub kommuniziert wiederum über eine Verbindung mit der Allianz Global Assistance-24/7-Kundenhotline. Registriert bspw. ein aktiviertes Panasonic Smart Home Gerät einen Schaden, sendet es diese Information an das Smartphone des Kunden und an das Allianz Assist-Team. Die Notfall-Helpline der Allianz soll dann parallel benötigte Handwerker engagieren und Rechnungen direkt begleichen. Ein Starter Kit kostet 19,90 € zuzüglich einer Servicefee von 9,90 € / Monat für zwei Jahre; das Starter Kit Plus mit entsprechend mehr Sensoren 49,90 € zzgl. der Servicefee. Als Zielgruppe werden v.a. junge Leute ins Auge gefasst, die ihre Wohnung schützen wollen.

‚Mein Sicherheitsplus.de‘  wird einzig über digitale Kanäle vetrieben

Samsung | SmartThings
Auch die Geräte des US-amerikanischen Smart Home Spezialisten SmartThings kommen nach Europa. Das kündigte das zu Samsung gehörende Unternehmen im Rahmen der IFA 2015 an. Und unterstreicht damit seine Ambitionen, bis 2020 all seine Produkte mit dem Internet zu verbinden. 100 Mrd. USD vergibt Samsung dafür an Entwickler, die Apps und smarte Produkte für das Internet der Dinge entwerfen. Smart Things wird ebenfalls aus verschiedenen Sensoren, einer App sowie einer Steuerungseinheit für den vernetzten Haushalt bestehen.

SmartTings Samsung Smart Home

SmartThings mit Videofunktion, die Live Aufzeichnungen puffert
Quelle Screenshot: SmartThings

Interessant auch: Eine Kooperation mit BMW soll ermöglichen, dass künftig Meldungen des SmartThings-Systems auch während der Fahrt im Cockpit von vernetzten Fahrzeugen des Unternehmens angezeigt werden. Bereits auf der CES hatte SmartThings gezeigt, wie sich ein selbstfahrender BMW über eine Smartwatch mit SmartThings-App dirigieren lässt.

Fazit: Digitalisierung ist das Kernthema aller Branchen in den nächsten Jahren. Nicht nur die großen Technologieunternehmen sind dabei, einen neuen und lukrativen Markt zu erschliessen. Die Beispiele Allianz | Panasonic und Samsung zeigen: Zunehmend mehr Unternehmen reagieren auf die sich verändernden Bedinungen und Verhaltensweisen der Nutzer und wollen sich vielsprechende Chancen nicht entgehen lassen. Gerade für Versicherer und Elektronikhersteller ergeben sich unzählige neue Möglichkeiten, den Kunden attraktive Services anzubieten. Entscheidend aber wird sein, wie Samsung auch betont, inwieweit die Sicherheits- und Privacyfragen gelöst werden.

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