Amazon, Microsoft und Salesforce treiben mit neuen Cloud Plattformen das Internet der Dinge voran

Amazon, Microsoft und Salesforce treiben mit neuen Cloud Plattformen das Internet der Dinge voran
15.10.2015 Dr. Nikola Bachfischer

Die Amazon Cloud ist bereits ein Sieben-Milliarden-Dollar Geschäft. Mit einem Plus von 81% im vergangen Quartal. Im Rahmen seiner Entwicklerkonferenz AWS Re:Invent präsentierte die Amazon-Tochter Amazon Web Services (AWS) nun einen Managed-Cloud-Service namens AWS-IoT, speziell für das sich gerade entwickelnde Internet der Dinge. Der Kampf um Marktanteile in Cloud Computing und Enterprise Applications ist mit dieser Ankündigung voll entbrannt.

Cloud Business treibt Internet der Dinge
Microsoft Azure Service. Salesforce Iot Cloud. Google Cloud Platform. IBM IoT Cloud Open Platform. SAP Cloud System. Oracle Cloud … Kaum ein Techunternehmen, das seinen Fokus nicht auf den neuen Zukunftsmarkt schlechthin ausdehnt. So meldete bspw. SAP im dritten Geschäftsquartal 2015 im Cloud Business ein Plus von 116%. Cloud-Technologie gilt als Synonym für Innovation und Flexibilität und als zentrale Plattform für das Internet der Dinge. Erzeugt dieses doch gewaltige Datenmengen, die auf sichere Art und Weise erfasst, analysiert und in praktisch nutzbare Informationen verwandelt werden müssen. Das Ergebnis, das wir sehen werden: Ein rapider Anstieg neuer IoT-Geschäftsmodelle.

Amazon AWS-IoT: Amazon startet Cloud Plattform für das Internet der Dinge
Genutzt wird bei AWS-IoT die bestehende Cloud Infrastruktur AWS. Diese ist derzeit der weltweit führende Public Cloud Provider. Laut Amazon Angaben gibt es inzwischen weltweit 800 Softwareanbieter, die Integrationsdienste mit AWS in 25 verschiedenen Kategorien anbieten. Ziel ist, verbundene Geräte mit Cloud-Anwendungen und anderen Geräten zusammenarbeiten zu lassen. AWS-IoT soll Milliarden von Geräten und Billionen von Nachrichten unterstützen, diese Nachrichten verarbeiten und zu AWS-Endpunkten und anderen Geräten weiterleiten.

Die neue IoT-Plattform thematisch auf einen Blick

Die neue Amazon IoT Cloud Plattform
Screenshot: AWS.IoT

Microsoft Azure IoT Suite: Werkzeug Box für gängige IoT Anforderungen
Bereits begonnen mit dem Verkauf der neuen Azure IoT Suite hat Microsoft. Ziel der IoT Cloud ist es, für Unternehmen die Verwaltung von Geräten und Sensoren zu vereinfachen. Azure soll laut Microsoft Dreh- und Angelpunkt der IoT-Nutzung in Unternehmen werden. Das Software-Paket mit Lösungen zu Fernüberwachung, Asset Management und vorausschauende Instandhaltung richtet sich in erster Linie an Unternehmen, die bspw. große mit Sensoren ausgerüstete Fahrzeugflotten oder ähnliches nutzen. Mit Rockwell Automation gibt es bereits einen Kunden, der verschiedene Azure-Dienste für das Management seines Internet of Things einsetzt.

Überblick über die Azure IoT Cloud und Case Study von Rockwell Automation

Salesforce IoT Cloud: Vernetzung von IoT Daten mit Kundendaten aus Salesforce
Einige Wochen vor Amazon hatte Salesforce auf seiner Hausmesse Dreamforce 2015 ebenfalls eine neue IoT Cloud vorgestellt: „Salesforce verwandelt das Internet der Dinge in das Internet der Kunden“ so Marc Benioff. „Die IoT Cloud ermöglicht es Unternehmen proaktive Aktionen in Verkauf, Service, Marketing und anderen Geschäftsbereichen 1:1 in Echtzeit abzubilden und steigert dadurch den Kundenerfolg.“ Die IoT Cloud geht im ersten Halbjahr 2016 in die Pilotphase, mit einer generellen Verfügbarkeit wird im Laufe des Jahres 2016 gerechnet. Die Preise werden mit Verfügbarkeit bekannt gegeben.

Sensordaten bilden dabei die Grundlage für individuelle Angebote: Das könnte bspw. das Angebot eines Dienstleisters sein, der Flüssigkeitsstände und Laufleistung von Automobilen trackt, möglicherweise Wetterdaten oder Temperaturen mit überwacht und den Haltern personalisierte Angebote macht. Oder ein Händler, der Rabattaktionen mit Kundenstatus, Warenbestand und Vertriebsleistung verknüpft und in Echtzeit an den Kunden schickt, der sich gerade im Laden aufhält. Oder: Ein globales Flottenmanagement-Unternehmen kann durch Filter für „starkes Bremsen“ oder „schnelle Beschleunigung“ Sicherheitsstandards für Passagiere verbessern und Regeln definieren, mit denen Sensoren im Auto Servicefälle festhalten oder über unregelmäßiges Fahren berichten.

Fazit: Dass Amazon, Microsoft, Salesforce und viele weitere in den IoT Cloud Markt ernsthaft einsteigen, spiegelt die Bedeutung wider, die das Thema Internet der Dinge nicht nur für Techunternehmen hat. Wie allein die Ankündigungen der vergangenen Wochen zeigen: Der Markt wird jetzt verteilt. Denn: Das Internet der Dinge bietet Unternehmen nur dann einen Mehrwert, wenn sie mit den Informationen, die das IoT Netzwerk generiert, auch arbeiten können. Enorme Datenmengen aus all den vernetzten Produkten und Services müssen gespeichert und analysiert werden. Cloud-Infrastrukturen und –Plattformen gehören dabei zu den zentralen Treibern hinter den IoT-Services, dienen sie doch als die entscheidenden Enabler und Backend-Services.

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