Chinas Alibaba stärkt Online-to-Offline Business

Chinas Alibaba stärkt Online-to-Offline Business
01.06.2014 Dr. Nikola Bachfischer

Es wird spannend im globalen E-Commerce Markt: Der chinesische E-Commerce Gigant Alibaba investierte kurz vor seinem geplanten Börsengang $692 Mio. für einen 26% Anteil am chinesischen Kaufhausbetreiber Intime Retail. Gründer Jack Ma will damit das Online-Geschäft stärker mit dem stationären Handel verknüpfen.

 

Joint Venture soll Online-to-Offline Business (OtO) forcieren
Ziel des ersten Brick&Mortar Investments ist laut Reuters die Entwicklung von Shopping Malls und Supermärkten. Dabei suchen beide Unternehmen nach innovativen Möglichkeiten, Alibabas Online-Plattformen und Intimes stationäre Geschäfte miteinander zu verbinden, um den Kunden ein verbessertes Shoppingerlebnis zu bieten. So sollen bspw. Käufer in den Intimes Läden durch Location-based-Services gezielte Promotions auf ihr Smartphone bekommen oder PrePaid Cards mittels Alibabas digitaler Geldbörse Alipay nutzen. Schon früher gab es Kooperationen der beiden Unternehmen bei der Planung von Promotion-Events. Den Deal könnte man vielleicht damit vergleichen, wenn Amazon einen Anteil an Macys erwerben würde.

 

Auf Shoppingtour vor Börsengang
In den vergangenen Monaten ging Alibaba, das bereits rund 80% des chinesischen E-Commerce Marktes beherrscht und 2013 in den ersten neun Monaten einen Umsatz von $4,9 Mrd. machte (+60% YoY), auf große Shoppingtour und investierte laut Reuters mehr als $2,7 Mrd. in Media, Chatangebote und Mappingtechnologien. Insbesondere in Unternehmen außerhalb des chinesischen Marktes, wie bspw. kürzlich den US-Mobile Messaging Dienst Tango oder den US Lieferdienst ShopRunner. In einer interaktiven Grafik stellt das Wall Street Journal die Einkäufe Alibabas vor:

 

 

 
Die Big Player im chinesischen E-Commerce Markt und ihre Zukäufe
Quelle: Interaktive Grafik auf WSJ

 

Fazit: Alibabas Börsengang im April wird mit Spannung erwartet. Das Potential des chinesischen Internetunternehmens nicht nur im E-Commerce ist enorm und wird von Analysten mit bis zu 150 Mrd. Dollar bewertet (zum Vergleich: die Facebook-Bewertung lag bei Börsengang bei 104 Mrd. Dollar). Richtig spannend aber ist, dass sich eines der größten chinesischen Internetunternehmen mit dem Börsenplatz New York und Zukäufen jenseits des Heimatmarktes für ein ‚Going Global‘ entschieden hat. Die Konkurrenz für westliche Unternehmen wächst. Die Herausforderung wird sein, sich rechtzeitig auf die neue Konkurrenz vorzubereiten.

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