Ericsson Mobility Report: 2018 wird das Internet der Dinge das Mobiltelefon überholen

Ericsson Mobility Report: 2018 wird das Internet der Dinge das Mobiltelefon überholen
02.06.2016 Dr. Nikola Bachfischer

Der schwedische Mobilfunkkonzern Ericsson hat gestern seinen aktuellen Mobility Report veröffentlicht. Kernaussage: Das Internet der Dinge wächst rasant. Schon in 2018 soll das Internet der Dinge Smartphones als Spitzenreiter bei vernetzten Geräten überholen. Westeuropa wird eine führende Rolle zugesprochen. Die Anzahl der IoT-Geräte soll hier bis zum Jahr 2021 um 400% wachsen. Treiber sind v.a. regulatorische Anforderungen wie die Einführung intelligenter Stromzähler oder die ab 2018 geltende eCall Direktive der EU im Bereich vernetzter Fahrzeuge.

IoT takes the lead in 2018

Ericsson prognostiziert, dass die Zahl der im Internet der Dinge vernetzen Geräte zwischen 2015 und 2021 um jährlich 23% wachsen wird, wobei für Mobilfunklösungen die höchsten Steigerungsraten erwartet werden. Bei fast 16 Milliarden der insgesamt 28 Milliarden vernetzten Geräte, die im Jahr 2021 weltweit im Einsatz sein werden, wird es sich um IoT-Geräte handeln, die eine Flut an Daten versenden.

 

'Ericsson Mobility Report June 2016 IoT surpasses mobilesEricsson Mobility Report June 2016 -IoT

Das Internet der Dinge nimmt rasant Fahrt auf
Quelle: Ericsson Mobility Report, 2016

Smartphones und Videos führen zu einem massiven Anstieg mobiler Nutzung

Die Zahl der Smartphone-Anschlüsse wächst weiterhin und wird voraussichtlich jene der normalen Mobiltelefone im 3. Quartal dieses Jahres übertreffen. Bis 2021 wird sich dann die Anzahl der Smartphone-Anschlüsse von 3,4 auf 6,3 Milliarden nahezu verdoppelt haben.

'Ericsson Mobility Report June 2016 -Smartphone Subscriptions

Ericsson sieht eine Verdopplung der Smartphone-Anschlüsse von 3,4 auf 6,3 Milliarden bis 2021
Quelle: Ericsson Mobility Report, 2016

Ein weiterer Treiber im Mobilfunkbereich ist mobiler Videokonsum, insbesondere der jüngeren Zielgruppen. Deren mobiler Videokonsum per Smartphone stieg in gerade einmal 15 Monaten um 127% (2014 bis 2015). Von 2011 bis 2015 sank gleichzeitig die Zeit, die Jugendliche vor dem TV-Bildschirm verbrachten, um 50%, während ihre TV-/Video-Nutzung über Smartphones um 85% stieg.

'Ericsson Mobility Report June 2016 VideoWachstum'Ericsson Mobility Report June 2016 -Videokonsum Jugendliche

Die Bedeutung von Videocontent kann nicht hoch genug eingeschätzt werden
Quelle: Ericsson Mobility Report, 2016

Bedingt durch die steigende Anzahl der Smartphone Nutzer weltweit und den gleichzeitig steigenden Datenverbrauch pro Teilnehmer wächst der mobile Datenverkehr weiterhin ungebremst: Allein vom 1. Quartal 2015 bis zum 1. Quartal 2016 nahm er weltweit um 60% zu. Ende 2021 wird rund 90% des mobilen Datenverkehrs über Smartphones abgewickelt werden.

Fazit

Wer dachte, der mobile Datenverkehr sei aktuell schon hoch, dem zeigen die Prognosen des schwedischen Netzausrüsters, der regelmäßig die weltweiten Trends auf dem Mobilfunkmarkt untersucht: Die Menge der durch die Netze fließenden Daten wird weiter exponentiell ansteigen. Denn im Internet der Dinge schickt jedes einzelne vernetzte Gerät, ob Windpark oder Auto, Stromzähler oder Thermostat, Brille oder Uhr etliche Bits und Bytes durch die Netze. Milliarden von Maschinen werden miteinander und mit Sensoren verbunden werden, von denen jede einzelne jede Menge Vermittlungstechnik und Software benötigt, um den Datenstrom zu verarbeiten. Keine schlechte Ausgangslage für die Hersteller dieser Netztechnik wie Ericsson.

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