Innovating for the Future: 3D Copyshops in Postämtern

Innovating for the Future: 3D Copyshops in Postämtern
19.12.2014 Dr. Nikola Bachfischer

3D Druck ist weltweit auf dem Vormarsch. Beispiele? Werden mehr und mehr. Standen etwa noch vor einiger Zeit Kopierer in vielen Postfilialen, sind es nun zunehmend 3D Drucker, die dort das Drucken dreidimensionaler Objekte anbieten. England, Frankreich und die Schweiz sind in Europa Vorreiter dieses Trends.

In immer mehr Städten rund um den Globus tauchen Shops auf, die Dienstleistungen rund ums 3D-Drucken für Konsumenten und kleinere ortsansässige Unternehmen anbieten. Gemeinsam ist all diesen Angeboten, Berührungsängste mit der neuen Technik überwinden zu helfen. So aktuell auch der nationale englische Postdienst Royal Mail, der in Zusammenarbeit mit dem britischen 3D Druckerhersteller iMakr im Postamt Cavendish Street ein Pilotprojekt mit gedruckten Objekten startete. iMakr selbst betreibt das Portal MyMiniFactory, auf dem Designer Produkte anbieten, die der Nutzer herunterladen und bei Royal Mail ausdrucken lassen kann.

Interessant an diesem Projekt ist, dass auch ausländische Unternehmen, z.B. aus Asien, Produkte bei Royal Mail ausdrucken und an ihre Kunden in Europa ausliefern lassen können. Für Unternehmen aus Asien zukünftig sicher auch eine Kostenersparnis, da bspw. Prototypen nicht mehr per Post an europäische Kunden versendet werden müssen, sondern gleich in UK gedruckt werden können. Konsumenten können aber auch Produkte aus dem Royal Mail 3D Onlineshop auswählen, drucken und auf Wunsch versenden lassen. Einige der Produkte wie z.B. ein Schlüsselanhänder oder ein Türschild sind personalisierbar. Das Preisniveau ist auch für Privatleute erschwinglich und beginnt bei 5 Pfund für die Queen als Kühlschrankmagnet:

Royal Mail 3D Shop
Ein Stifthalter in Briefkastenoptik, ein Weinkühler oder die Queen als Kühlschrankmagnet sind einige der Produkte, die man seit kurzem bei Royal Mail ausdrucken lassen kann

Quelle: Royal Mail 3D printed Products

Dazu Mike Newnham, CCO Royal Mail: „3D printing is an emerging technology that has many applications and offers an innovative way to create unique or personalised objects.  It can be prohibitively expensive for consumers or small businesses to invest in a 3D printer, so we are launching a pilot to gauge interest in 3D printing to sit alongside Royal Mail’s e-commerce and delivery capability.“

3D Druck auch in Postämtern in Frankreich und der Schweiz
Bereits Ende 2013  schloss der französische 3D Druck Dienstleister Sculpteo eine Kooperation mit der französischen Post ‚La Poste‘. Hier gibt es zwar keine eigenen Drucker in der Filiale, dafür können aber an einer eigenen Workstation 3D-Modelle ausgesucht oder hochgeladen werden, die dann bei Sculpteo gedruckt werden. Gerade zu Ende gegangen ist eine 3D Print-Roadshow, die die Schweizer Post mit dem Dienstleister my3Dworld durchführte.

Schweizer Post3D
Die Scheu vor der neuen Technik zu nehmen versucht die Schweizer Post mit einer 3D Roadshow
Quelle: Postshop Schweiz

Weitere Beispiele?
Auch die Postämter in Singapur werden zukünftig in Zusammenarbeit mit 3D Matters einen 3D Druck Services anbieten. Ihr Ziel: Relevant bleiben für Konsumenten und ihre sich wandelnden Anforderungen. Einen ähnlichen Weg geht der Logistiker UPS zusammen mit Stratasys, der seinen 3D Druck Service in den USA innerhalb des letzten Jahres von sechs auf knapp 100 Locations ausgeweitet hat. Michelle Van Slyke, VP Marketing and Sales: „We launched the pilot to evaluate if there was demand for 3D print and we’re excited to be announcing an expansion, giving even more small business owners access to high-quality, professional 3D printing. We look forward to being a part of the future of the 3D printing industry.“
Fazit: Innovating for the Future trifft es ganz gut. 3D Druck ist einer der großen zukünftigen Wachstumsmärkte, der laut Wohlers Report im vergangenen Jahr bereits um 21% gestiegen ist und laut Canalys von 2,5 Mrd.USD in 2013 auf 16,2 Mrd USD in 2018 weiterwachsen soll. Interessant ist der Ansatz der Logistiker, da er den 3D Druck dem Mainstream öffnet. Und einerseits kleineren Unternehmen eine erschwingliche Alternative zum immer noch kostenintensiven Kauf eines 3D Druckes anbietet und andererseits das Nachfrageverhalten auf Konsumentenseite austestet.

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