Virtual Reality Kampagnen von MINI, Marriott und Samsung zeigen das enorme Potenzial

Virtual Reality Kampagnen von MINI, Marriott und Samsung zeigen das enorme Potenzial
17.09.2015 Dr. Nikola Bachfischer

2015 ist das Thema Virtual Reality (VR) als eine der großen technologischen Innovationen in aller Munde. Und markiert längst nicht mehr nur einen Meilenstein in der Spielebranche. Die virtuelle Realität erlaubt es uns, an Orte zu reisen und Dinge zu erleben, die uns ansonsten nicht zugänglich sind. Nun steigen die ersten großen Marken ein. Die Beispiele MINI, Marriott und Samsung zeigen das enorme Potenzial, das VR für das Marketing bietet. Im August 2015 widmete das TIME Magazin dem Thema die Coverstory.

Virtual Reality Time Magazine Cover

Coverstory: Warum die virtuelle Realität die Welt verändern wird
Quelle Screenshot: TIME Magazine, August 2015

MINI: Globale Marketingkampagne goes Virtual Reality
Der Autobauer startet seine weltweite Marketingkampagne mit zwei aufwendig produzierten 360-Grad-Kurzfilmen, bei denen sich die Zuschauer frei im virtuellen Raum umsehen können. Das Ziel: Hochwertiges Storytelling, um damit die Markenpositionierung als innovatives Unternehmen, das neue Schritte auch in der Kommunikation geht, zu stärken. Die beiden 6-minütigen Kurzfilme „Real Memories“ und „Backwater“ sind seit dem 8. September 2015 auf Youtube sowie auf der Kampagnenwebsite in mehr als 20 Ländern zu sehen. Die Filme werden über YouTube Pre-Rolls sowie auf verschiedenen Social-Media-Plattformen wie Facebook, Twitter und Instagram beworben. Da bisher nur sehr wenige Haushalte eine VR Brille zuhause liegen haben, verschenkt MINI 140.000 Virtual Reality Cardboard Viewers. Die Brille basiert auf der neuen Version von Google Cardboard, die in diesem Sommer präsentiert wurde.

Kinoerlebnisse dank virtueller Realität
Quelle: MINI, 2015

Marriott Hotels: Virtual Reality Postcards
Mit dem neuen Angebot verfolgt die Hotelgruppe seine ‚Travel Brilliantly‘ Kampagne weiter, die im Jahr die 2013 mit dem Ziel gelauncht wurde, einen Dialog mit den Konsumenten darüber aufzubauen, wie die Hotelkette das Reisen ‚brillianter‘ machen könnte. Dafür kooperiert das Unternehmen u.a. mit dem MIT Mobile Experience Lab. Schon 2014 arbeitete die Kampagne dabei mit sog. Telepromptern und virtueller Realität, um potentiellen Kunden zeigen zu können, was sie am Zielort erwartet. Mit der aktuellen Kampagne können Kunden via Zimmerservice nun eine VR Brille ordern und über VR Postkarten in die Erlebnisswelt dreier Traveller eintauchen. Die Postkarten führen den Hotelgast in die Anden nach Chile, in eine Eisdiele in Ruanda sowie die lebhaften Strassen von Bejing.

Virtual Reality Postkarten: „Today’s cutting-edge technology inspires tomorrow’s adventures“
Quelle: Marriot, 2015

Samsung: Virtual Reality Birth
Ein weiteres potenzielles Anwendungsfeld zeigt Samsung in seinem Werbefilm „Worlds first live Virtual Reality Birth“. Dabei wird VR als immersives Live-Kommunikationsmedium inszeniert und konnte seit März 2015 bereits mehr als 13,5 Mio. Klicks erreichen. Der Unterschied zu Webcam oder Skype liegt im Eintauchen, dem Gefühl, live dabei zu sein. Die Brille ermöglicht einen 360 Grad-Rundumblick. In diesem Fall einem Vater in Australien, der zur Geburt seines Sohnes 4000 km entfernt ist und die Geburt via Datenbrille verfolgen kann.

Samsung: „This is true innovation. This is what technology is all about; enabling human experiences.“
Quelle: Samsung, 2015

Fazit: Aktuell sehen wir erst die Anfänge dessen, was die virtuelle Realität bringen wird. Doch die Beispiele lassen schon das enorme Potenzial erahnen. Interessante Anwendungen v.a. im Businessbereich schaffen neue Möglichkeiten, die weit darüber hinausgehen. Einen weiteren Schub wird das Thema in der öffentlichen Wahrnehmung spätestens 2016 mit dem Launch der Oculus Rift von Facebook bekommen. Laut Mark Zuckerberg ist VR die nächste Evolutionsstufe nach Bild und Video. In Zukunft teilen wir Erfahrungen. Noch steckt der Bereich in den Kinderschuhen, doch passiert gerade unglaublich viel auf dem Markt, etliche technologische Ansätze treffen dort aufeinander, wo die Grenzen zwischen realer und digitaler Welt immer stärker verschwimmen.

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